Home sweet home…..

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Es gibt Zeiten, da freut man sich über sein kuscheliges Zuhause.

Draußen ist es kalt und glatt und die geplante Kleiderschrankentrümplung fällt wegen unzähligen Terminen aus….

Einschulungsuntersuchung  morgens um acht und dann wundern sich die zuständigen Entscheider, dass so ein kleines Mäuschen noch etwas langsamer reagiert. Eine Stunde lang Gesichter sortieren, Züge zuordnen, zeichnen, hüpfen, an- und ausziehen…..

Zur Schule muss sie doch sowieso….. Der Kopf ist ja schließlich an der dafür vorgesehenen Stelle. Was ärgert mich dieser Quatsch jedes Mal wieder. Gut, dass es dieses Mal das letzte Mal war….

In den nächsten Tagen Hospitation an der Freien Schule. Darauf freue ich mich allerdings sehr. Drei Tage Probeunterricht für den kleinen Sohn und Mama und Papa dürfen mitmachen….

Wir haben uns bei Nr. 4 entschieden einen anderen Weg zu gehen. Keine Noten, kein Frontalunterricht, kein Druck, keine überfüllten Klassen….

Davon berichte ich Euch aber später einmal.

Das große Dornröschen sucht nach einem Schulplatz, um Erzieher zu werden. Da sagen immer alle, männliche Erzieher werden gebraucht, aber an den Schulen angenommen werden fast ausschließlich Mädchen. Immer nur Warteliste für den 2m-Kerl, der mit den braunen Augen und den Locken zwar aussieht wie ein Teddy, aber anscheinend nicht dafür gehalten wird.

Manchmal ärgert mich unser System zutiefst. Kompetenzen werden zu selten abgefragt und Äußerlichkeiten sind zu oft mit ausschlaggebend.

Der große Sohn hat sich in der Tischlerei den Finger angesägt und kann so nicht arbeiten und seine Gesellenstückzeichnung ist mit einer Hand auch nur suboptimal zu erledigen.

Die große Tochter hat sich emotional umorientiert – soll heißen – neuer Freund! Wir sind alle schockverliebt in ihn. Nur ein kleines Problem. Er hat den selben Vornamen wie der kleine Sohn. Verwirrung vorprogrammiert.

Wie Ihr seht…. wieder viel los hier in der Casa fantastico!

Deshalb gibt’s jetzt ne Tasse Tee auf meinem Küchensofa.

Euch wünsche ich einen kuscheligen Tag.

Lasst Euch nicht stressen.

Eure Betty

 

 

Wiederentdeckt…..

Mensch ärgere

Jetzt  das neue Jahr schon wieder ein paar Tage alt.

Wir haben 14 Tage intensive Großfamilienzeit hinter uns gebracht und was soll ich sagen – es war soooooo schön.

Mein Geburtstag hat mit einer spontanen Party bei uns daheim geendet und war gar nicht so anstrengend wie gedacht.

Irgendwie fügte sich alles ganz von alleine. Wenn ich mir schon mal einen Kopf mache…. völlig überflüssig!

Aber wisst Ihr was mich am meisten gefreut hat in den letzten Tagen?

Wir haben so viel Zeit mit SPIELEN verbracht wie schon seit einer Ewigkeit nicht mehr.

„Mensch-ärgere-Dich-nicht“

Morgens, mittags, abends

In großer Runde oder nur zu zweit!

Und wie sich doch die einzelnen Charaktere zeigen, wie sich Fronten bilden, Bündnisse geschlossen werden, Schadenfreude ausgekostet wird …..

Was für ein Spaß!

Beliebtestes Opfer bei Bündnissen?! Der göttliche Gatte!

Warum?

Weil er, egal wer mit ihm spielt, gnadenlos ist und sich in schon genannter Schadenfreude suhlt!

Die Kinder lieben das, weil sie als gleichwertig angesehen werden und keine Weichspüler-Sonderregeln bekommen.

Jetzt schneit es hier und bei bullerndem Ofen kommt auch etwas Weihnachtsferienstimmung auf. Über die Feiertage wussten wir nicht, ob vielleicht doch Ostern ist und wir das einfach nur nicht mitbekommen hatten.

Ich werd jetzt mal etwas gruppenkuscheln mit meiner Brut und dann eventuell, vielleicht, möglicherweise noch irgendetwas im  Haushalt tun.

Mal schauen, ob dafür noch Zeit bleibt oder das nächste „Mensch-ärger-Dich-nicht“ -Turnier dazwischen kommt. Der Alltag kommt noch früh genug…..

Ich wünsche Euch auch einen zuckrig verschneiten Montag mit ganz viel Kuschelaroma.

In diesem Sinne…..

Eure Betty

 

 

Rain , rain went away……

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Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns am Freitag die Daumen gedrückt haben. Tatsächlich hat der Regen das Sommerfest im KiGa unserer Minitochter nicht ins Wasser fallen lassen.

Piko, der kleine Indianer, der im letzten Kindergartenjahr die Mäuse im KiGa begleitet hat, war das Thema und das Team des Kindergartens hat wieder einmal einen tollen und spannenden Waldspaziergang mit allerlei Überraschungen und zaubrischen Begegnungen organisiert.

Wir hatten einen sehr kurzweiligen Nachmittag und konnten am Abend noch selbstgemachte Salate und Würstchen auf der Wiese des Kindergartens genießen.

Solch ein Einsatz für Kinder sollte belohnt werden und wir hoffen, daß in Zukunft die Arbeit der Erzieher in Deutschland viel mehr geschätzt und auch angemessener entlohnt wird. Und wer Raoul, den männlichen Part in Minitochters KiGa, als Schamanen verkleidet, gesehen hätte, würde sich wünschen, daß mehr junge Männer den Schritt in die Erzieherlaufbahn wagen würden.

Bilder werden in den nächsten Tagen folgen. 😉

Ich wünsche Euch einen schmusigen Sonntagabend.

Eure Betty

Eine Liebeserklärung an……

Wenn meine großen Kinder gefragt werden woher ihre Mutter kommt, da ja alle Verwandtenbesuche immer im „Ausland“, sprich in Niedersachsen und nicht in NRW stattfinden, dann antworten sie mit schöner Regelmäßigkeit:

„Aus einem Kaff im Nirgendwo, allerdings gibt es dort das beste Softeis der Welt!“

Da mich in letzter Zeit, vielleicht liegt es am Ü40- Alter, des öfteren kleine Heimwehattacken quälen, dachte ich, daß es vielleicht schön wäre, wenn ich mal der Welt kundtue wie schön ein Kaff im Nirgendwo sein kann.

Wenn ich gefragt werde, woher ich komme, dann sage ich meist:

„Den Ort kennt kein Mensch, dort gibt es mehr Kühe als Menschen!“

Wobei das auch nicht mehr stimmt……

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So sieht es dort aus. Eine Straße! Eine Straße in Norddeutschland! Für Euch vielleicht eine kleine, langweilige Straße ins Nichts. Für MICH – Zentrum meiner Kindheit und Jugend. Die meisten meiner Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins wohnen an genau dieser Straße. Meine Großeltern wohnten in dem zu erahnendem rotem Haus rechts. Viele meiner Schulkameraden kommen aus dieser Bauernschaft, in der mein Vater 16 Jahre Präsident des Schützenvereins war und in dem meine Mutter geboren und leider auch tragisch durch einen Unfall gestorben ist.

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Ein altes Schulgebäude in Norddeutschland, lange nicht genutzt und jetzt KLJB Treff. Die Erinnerungen, die mir zu diesem Gebäude einfallen sind unzählig. Partys, Weihnachtsfeiern, erste Küsse, Fußballspiele, aber auch eine, durch Mengen von Gülle sabotierte Geburtstagsfeier.

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Eine Kirche in Norddeutschland, mächtig für den kleinen Ort und für mich ein Sehnsuchtsort, Ruhepol, Mitte meines Glaubens  und Ort unzähliger Abschiede, wie der von meiner Mutter und der von der Jugendliebe!

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Ein kleiner See in Norddeutschland. Für Menschen aus Brandenburg oder Bayern eher eine Pfütze, aber für mich mit unzählig vielen Kindheitserinnerungen bestückt, Enten füttern zum Beispiel, Sonntagsspaziergänge oder der erste Anblick eines Surfers (kaum zu glaube, dass das auf dem Flecken Wasser ging).

Mir würden noch so viele Orte einfallen, die so wunderbar zaubrisch in meiner Erinnerung verhaftet sind – und das wären ja nur die Orte, die Menschen wären ja noch nicht mal erwähnt.

Vielleicht erzähle ich Euch mal davon, von Bibo und seinem alten Opel, der sich mehr durch den Druck der Bass-Boxen fortbewegte, als durch die Motorleistung, von Tanzpartys, von Rum-Vanille-Pudding mit Schokoladenstreuseln und seiner Bedeutung, von einer Nacht im Maisfeld, von Sonntagen hinterm Fußballtor oder eine Nacht im Zelt und der Horde Kühe, die davor ziemlich furchteinflößend sein kann.

Was meint Ihr?

In diesem verträumten Sinne!

Eure Betty