durcheinander….

verruckte-welt

Ob im Kleinen oder Großen – die Welt ist doch verrückt geworden.

Habt Ihr noch Lust auf die Debatten über FAKE-News, bekloppte Dekrete, Seehofer und Merkels On-Off-Politbeziehung?

Habt Ihr noch Lust auf Kindervergleich, Jugendwahn, Schlankheitstipps, After-Baby-Body -Fotos, Must Haves und diese Hochglanzdarstellung vom eigenen Zuhause?

ICH NICHT!

Wo kommen diese Vollidioten in der Politik alle gerade her?

Is‘ da ein Nest?

Wovor haben die eigentlich alle Angst?

Identitäsverlust?

So’n Quatsch.

Unsere Kinder haben Freunde mit familiärem Hintergrund aus:

Russland, der Türkei, Pakistan, Polen, Venezuela,Indien, England,Albanien, China….

Christen, Muslime, Altapostolisch, Atheisten, Baptisten……

Und wenn wir ein Familienfest haben sitzen wir friedlich zusammen, essen, trinken diskutieren…… friedliches Zusammensein hat doch nur etwas mit Respekt zu tun, oder etwa nicht? Niemand verliert dabei irgendetwas etwas, ganz im Gegenteil. Die eigene Identität wächst doch im Austausch.

Und im Kleinen:

Wann ist dieses Übermaß an Selbstdarstellung eigentlich populär geworden?

Mich nervt das total.

Keine Wohnung sieht immer tiptop aus, wenn Menschen in Ihr wohnen,oder?

Kein Kind ist immer perfekt,oder?

Kein After-Baby-Body sieht in Real-Life so waschbrettartig aus wie es uns die Hochglanzmagazine zeigen.´,oder?

Und natürlich kriegt eine geschieden Promi-Mutti mit zwei Kindern ihr Leben toll gewuppt – halt aufgepasst bei der Partnerwahl.

Meine großen Kids sagen :

Mom, komm runter, alle schieben Optik heute!

Nö, MOM kommt nicht runter!

Ich will morgens um acht nicht aussehen müssen, als ob ich schon zwei Stunden an meiner Optik gearbeitet habe. Meine kleinen haben auch mal ein Loch in der Socke oder geflickte Hosen und nur weil sie nicht ständig von einer Sport-,Mal- oder Musikgruppe zur nächsten gekarrt werden, sind wir nicht schlechtere Eltern.

Must-Do’s?

Nix muss ich – alles im Leben ist ein Kann-Angebot, sogar der Humor!

Über den Gartenzaun schauen halte ich im allgemeinen für gut, aber bitte vorher vor der eigenen Haustür kehren.

Das gilt, denke ich,  für die Weltentscheider  genauso wie für mich selber auch.

Das ist jetzt ein ganz schönes Gedankenwirrwarr, was ich da fabriziert habe….. 😉

Damit ab in’s Wochenende!

Der frische Apfelkuchen wartet und das Haus ist auch noch nicht geputzt –

Egal….. Hauptsache gesund und glücklich!

Eure Betty

 

 

 

 

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Ein Vormittag mit dem großen und dem kleinen Dornröschen

Freitag… Endlich Wochenende.

Heute ist im Kindergarten der Minitochter Sommerfest. Schade nur, daß der von allen so sehnlichst erwartete Regen, gerade heute ins Münsterland ziehen muß

Das Team vom Kiga lässt sich alljährlich eine märchenhafte, geschichtenreiche, zaubrische Wanderung einfallen und wenn die Löwenzahner heute durch den Regen laufen müssten, wäre das schade.

Aufgrund des Sommerfestes und den dazugehörigen aufwendigen Vorbereitungen, ist heute der Kindergarten geschlossen und somit die Minitochter daheim.

Gut, dass auch der große Große noch da ist, so konnten die beiden während meiner Putzattacke, schön zusammen spielen. Sooooo süß mit anzusehen wenn das 2 Meter – Dornröschen und die kleine Prinzessin fangen spielen oder sich sonst wie amüsieren. Manchmal ist das Alter unter Geschwistern total egal….

Nach zwei Stunden war dann aber die Motivation beim Großen erschöpft und ich musste ran. Nun ist im Regen nicht viel zu veranstalten. Also – Buntstifte raus und etwas zur Ruhe kommen.

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Jetzt muss ich noch einen Reissalat für das Bufett heute Abend im Kiga  zusammenwürfeln und dann das zappelige kleine Kind etwas bespaßen und dann kommt schon der Rest der Truppe nach Haus. Ich kann’s jetzt schon hören : HUUUUUUNGER!!!“ Deshalb wird der große Große jetzt zum Kochen eingespannt.

Heute Abend sind der göttliche Gatte und ich dann mit dem kleinen Sohn allein daheim. Die Minitochter schläft im Kindergarten. Mal schaun‘, was wir uns nettes für den kleinen Mann einfallen lassen. Verwöhnzeit, muss auch mal sein.

Ich wünsche Euch einen guten Start ins Wochenende.

Eure Betty

Eine Liebeserklärung an……

Wenn meine großen Kinder gefragt werden woher ihre Mutter kommt, da ja alle Verwandtenbesuche immer im „Ausland“, sprich in Niedersachsen und nicht in NRW stattfinden, dann antworten sie mit schöner Regelmäßigkeit:

„Aus einem Kaff im Nirgendwo, allerdings gibt es dort das beste Softeis der Welt!“

Da mich in letzter Zeit, vielleicht liegt es am Ü40- Alter, des öfteren kleine Heimwehattacken quälen, dachte ich, daß es vielleicht schön wäre, wenn ich mal der Welt kundtue wie schön ein Kaff im Nirgendwo sein kann.

Wenn ich gefragt werde, woher ich komme, dann sage ich meist:

„Den Ort kennt kein Mensch, dort gibt es mehr Kühe als Menschen!“

Wobei das auch nicht mehr stimmt……

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So sieht es dort aus. Eine Straße! Eine Straße in Norddeutschland! Für Euch vielleicht eine kleine, langweilige Straße ins Nichts. Für MICH – Zentrum meiner Kindheit und Jugend. Die meisten meiner Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins wohnen an genau dieser Straße. Meine Großeltern wohnten in dem zu erahnendem rotem Haus rechts. Viele meiner Schulkameraden kommen aus dieser Bauernschaft, in der mein Vater 16 Jahre Präsident des Schützenvereins war und in dem meine Mutter geboren und leider auch tragisch durch einen Unfall gestorben ist.

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Ein altes Schulgebäude in Norddeutschland, lange nicht genutzt und jetzt KLJB Treff. Die Erinnerungen, die mir zu diesem Gebäude einfallen sind unzählig. Partys, Weihnachtsfeiern, erste Küsse, Fußballspiele, aber auch eine, durch Mengen von Gülle sabotierte Geburtstagsfeier.

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Eine Kirche in Norddeutschland, mächtig für den kleinen Ort und für mich ein Sehnsuchtsort, Ruhepol, Mitte meines Glaubens  und Ort unzähliger Abschiede, wie der von meiner Mutter und der von der Jugendliebe!

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Ein kleiner See in Norddeutschland. Für Menschen aus Brandenburg oder Bayern eher eine Pfütze, aber für mich mit unzählig vielen Kindheitserinnerungen bestückt, Enten füttern zum Beispiel, Sonntagsspaziergänge oder der erste Anblick eines Surfers (kaum zu glaube, dass das auf dem Flecken Wasser ging).

Mir würden noch so viele Orte einfallen, die so wunderbar zaubrisch in meiner Erinnerung verhaftet sind – und das wären ja nur die Orte, die Menschen wären ja noch nicht mal erwähnt.

Vielleicht erzähle ich Euch mal davon, von Bibo und seinem alten Opel, der sich mehr durch den Druck der Bass-Boxen fortbewegte, als durch die Motorleistung, von Tanzpartys, von Rum-Vanille-Pudding mit Schokoladenstreuseln und seiner Bedeutung, von einer Nacht im Maisfeld, von Sonntagen hinterm Fußballtor oder eine Nacht im Zelt und der Horde Kühe, die davor ziemlich furchteinflößend sein kann.

Was meint Ihr?

In diesem verträumten Sinne!

Eure Betty