Eine Liebeserklärung an……

Wenn meine großen Kinder gefragt werden woher ihre Mutter kommt, da ja alle Verwandtenbesuche immer im „Ausland“, sprich in Niedersachsen und nicht in NRW stattfinden, dann antworten sie mit schöner Regelmäßigkeit:

„Aus einem Kaff im Nirgendwo, allerdings gibt es dort das beste Softeis der Welt!“

Da mich in letzter Zeit, vielleicht liegt es am Ü40- Alter, des öfteren kleine Heimwehattacken quälen, dachte ich, daß es vielleicht schön wäre, wenn ich mal der Welt kundtue wie schön ein Kaff im Nirgendwo sein kann.

Wenn ich gefragt werde, woher ich komme, dann sage ich meist:

„Den Ort kennt kein Mensch, dort gibt es mehr Kühe als Menschen!“

Wobei das auch nicht mehr stimmt……

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So sieht es dort aus. Eine Straße! Eine Straße in Norddeutschland! Für Euch vielleicht eine kleine, langweilige Straße ins Nichts. Für MICH – Zentrum meiner Kindheit und Jugend. Die meisten meiner Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins wohnen an genau dieser Straße. Meine Großeltern wohnten in dem zu erahnendem rotem Haus rechts. Viele meiner Schulkameraden kommen aus dieser Bauernschaft, in der mein Vater 16 Jahre Präsident des Schützenvereins war und in dem meine Mutter geboren und leider auch tragisch durch einen Unfall gestorben ist.

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Ein altes Schulgebäude in Norddeutschland, lange nicht genutzt und jetzt KLJB Treff. Die Erinnerungen, die mir zu diesem Gebäude einfallen sind unzählig. Partys, Weihnachtsfeiern, erste Küsse, Fußballspiele, aber auch eine, durch Mengen von Gülle sabotierte Geburtstagsfeier.

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Eine Kirche in Norddeutschland, mächtig für den kleinen Ort und für mich ein Sehnsuchtsort, Ruhepol, Mitte meines Glaubens  und Ort unzähliger Abschiede, wie der von meiner Mutter und der von der Jugendliebe!

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Ein kleiner See in Norddeutschland. Für Menschen aus Brandenburg oder Bayern eher eine Pfütze, aber für mich mit unzählig vielen Kindheitserinnerungen bestückt, Enten füttern zum Beispiel, Sonntagsspaziergänge oder der erste Anblick eines Surfers (kaum zu glaube, dass das auf dem Flecken Wasser ging).

Mir würden noch so viele Orte einfallen, die so wunderbar zaubrisch in meiner Erinnerung verhaftet sind – und das wären ja nur die Orte, die Menschen wären ja noch nicht mal erwähnt.

Vielleicht erzähle ich Euch mal davon, von Bibo und seinem alten Opel, der sich mehr durch den Druck der Bass-Boxen fortbewegte, als durch die Motorleistung, von Tanzpartys, von Rum-Vanille-Pudding mit Schokoladenstreuseln und seiner Bedeutung, von einer Nacht im Maisfeld, von Sonntagen hinterm Fußballtor oder eine Nacht im Zelt und der Horde Kühe, die davor ziemlich furchteinflößend sein kann.

Was meint Ihr?

In diesem verträumten Sinne!

Eure Betty

Das zwei Meter Dornröschen spielt Fußball…..

Und wieder ist es Montag!

So langsam schwinden bei den Kindern Motivation und Lust zur Schule und in den Kindergarten zu gehen. Bei mir ist auch etwas die Luft raus. Meine ich das nur oder ist das Schulpensum tatsächlich in den letzten Jahren so rapide angestiegen, dass die Kiddies kaum noch hinterher kommen.?

Der kleine Mann hat letzte Woche einen Tag im Krankenhaus zubringen müssen, da er tagelang Kopfschmerzen hatte. Nach anfänglichem Verdacht auf Meningitis, besteht jetzt eher die Möglichkeit, dass er Kindermigräne hat. Stressbedingt! Na toll, und das mit acht.

Heute ist er erst mal wieder zur Schule getapert. Bin gespannt, was passiert.

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Gestern war ich nach Jahren einmal wieder auf dem örtlichen Fußballplatz.

Das Riesen-Dornröschen, übrigens ein toller Torwart, hatte ein Spiel gegen den Freund der großen Tochter. Also Familien-Derby. Eigentlich mag das Dornröschen überhaupt nicht, wenn ich zugucke.

„Oh Mama, das lenkt total ab!“

Ok, akzeptiert, aber gestern musste die Mutter mal zuschauen.

Prompt wurde ich lauthals von den Freunden des Sohnes quer über den Platz angekündigt. Welch Freude kam da beim Sohnemann auf! Die große Tochter und ich verkrochen uns unauffällig in eine Ecke. Ist schon cool seinen Kindern beim Sport zuzuschauen. Leider war das Team des Sohnes noch  ziemlichen verkatert, so daß trotz hervorragender Paraden des Dornröschens ( ich weiß jetzt nicht, ob da gerade die Sicht auf die Dinge von mütterlichem Stolz getrübt ist ),  haushoch gegen den Rivalen verloren hat.

Ach, Hauptsache Sport und Hauptsache Spaß.

Den größten Fauxpax  beging dann auch noch der Freund der großen Tochter. Nicht genug, dass er in der gegnerischen Mannschaft spielt, da schießt er doch tatsächlich noch ein Tor. Buuuuuuuh.

Ja sei ’s drum.

Jetzt warten mal wieder der Staubsauger, die Waschmaschine, das Bügeleisen……. und ewig grüßt das Murmeltier!

Einziger Trost…… ist ja nur ne kurze Woche! Feiertag! Und bei gutem Wetter sind wir auch mal weg!

Also alle schön den Teller leer essen.

In diesem Sinne.

Eure Betty

Und wer gewinnt….?

Alle großen Kids sind aus dem Haus. Partywochenende!

Wann war ich eigentlich das letzte mal ….? Egal, nicht drüber nachdenken.

Stattdessen freue ich mich lieber über meine heute endgültig bestellte neue Küche!

Jetzt darf mein armer Göttergatte damit anfangen Löcher in Wände zu reißen, Steckdosen zu verlegen, zu tapezieren und und und!

Ick freu mir so uff die neue Küche!

Natürlich helfe ich, wo ich kann und wenn ich nur genügend Kaffee bereithalte bzw. die Kinder aus dem Schlachtfeld fern halte.

Heute ist also Pokalendspiel und die Mami ist schon ganz aufgeregt. Der göttliche nicht so. Der freut sich eher auf den Couscous-Salat (auch nicht wirklich, weil ohne Fleisch). Da muss er nu durch.

Wenn man die Minitochter fragt:

“ Na Süße, wer gewinnt denn heute?“,

dann kommt mit 100%iger Sicherheit ein komplett überzeugtes:

„Maaaaaats Huuuuuummels gewinnt!“

Da hat die Mama letzten WM-Sommer gut vorgearbeitet, oder? Weil egal wer spielt, fragt man die Minitochter, gewinnt einzig und alleine nur Mats Hummels. Also nen schlechten Geschmack hat sie nun ja nicht und das mit 4!

Nun sitz ich hier, Milch ist vom Bauern geholt, Kinder sind bettfein, Salat ist gemacht, der göttliche macht den Hühnerstall zu und es ist noch nicht acht Uhr…….. mmmmmmmmh!

Dann zeig ich Euch eben noch den Couscous- Salat  😉

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Couscous a la Betty

250 Gramm Couscous kochen/abkühlen

etwas Salz

1/2 Salatgurke entkernt und gewürfelt

1 Spitzpaprika entkernt und gewürfelt

1 rote Zwiebel gewürfelt

2 Tomaten entkernt und gewürfelt

3 EL Olivenöl

Pfeffer nach Geschmack

gehackte Petersilie

ein paar Spritzer Zitronensaft

– alles vermischen, ziehen lassen und mit Schmand auf Salatblättern servieren –

GUTEN APPETIT

Ich wünsche Euch einen hoffentlich BVB- gelb/schwarz- siegreichen Samstagabend.

Eure Betty