But what do I know?

Osterwochenende….. endlich!

Das Wetter lässt noch etwas Luft nach oben, aber man kann ja bekanntlich nicht alles haben.

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Osterzopf und bunte Eier sind dem alljählichem Karsamstag-Ostervesper schon zum Opfer gefallen. Schön, wenn es allen schmeckt!

Allerdings „allen“ stimmt so nicht. Unser großer Sohn ist vor zwei Wochen ausgezogen, genießt jetzt etwas die Ruhe, und die Leihtochter aus Venezuela ist auf dem Weg nach Venedig. Demnach waren wir mit kleiner Besetzung am Tisch versammelt.

Dieses Jahr herrscht nur leider etwas Katerstimmung, leichte Reizbarkeit bei fast allen.

Das Zwei-Meter-Dornröschen muss am Knie operiert werden, die große Tochter schreibt direkt nach Ostern Abitur, der kleine Sohn muss heute mal ohne Handy auskommen und der Mini-Tochter ist laaaaaaangweilig.

Jetzt läuft hier „Bruno Mars“ in Schleife. Die große Tochter hat das gute Stück CD dem alten Autoradio entlockt. Wiedersehensfreude lässt sich leider nicht immer positiv auf andere Lebenssituationen transportieren – Abi schreiben stresst trotzdem.

Ich wollte eigentlich heute so viel schaffen. Naja ! Im Zeugnis würde stehen: Sie war stets bemüht.

Mit dem göttlichen Gatten Gespräche führen halte ich sowieso für viel wichtiger. Immerhin sind zwei Gardinenhalterungen angebohrt. Yes!

Oh, weswegen ich ja eigentlich schreibe. Ich habe gestern beim Stoff sortieren, mein neues Nähzimmer wird eingeräumt, das neue Album von Ed Sheeran gehört. Tolle Musik und gute Laune garantiert.

Ein Lied hat es mir allerdings besonders angetan, weil ich den Text voll und ganz unterschreibe.Hört mal rein:

Ed Sheeran: What do I know!

Wir versuchen ja in unserem „Bullerbü“ etwas davon unserer Brut mitzugeben. Leider kann keiner von uns so gut Gitarre spielen, vielleicht würde uns dann öfter zugehört! 😉

Und damit wünsche ich Euch  superschöne Ostertage. Lasst Euch Eure Osternester reichlich füllen. Aber vor allem: Love can change the world in a moment!

Das wäre doch gerade zu Ostern der richtige Moment um mit Veränderungen anzufangen gell!

Bleibt gesund!

Eure Betty

 

 

Kleine Brötchen backen….

Sonntagnachmittag, Dauerregen, Laaaaaangeweile!

Jetzt hatten wir schon nicht erledigte Schularbeiten abgearbeitet, Wäsche gemacht, Sport im TV geschaut, gekuschelt  und und und….

Aber immer noch Laaaaaangeweile!

Da es heute Abend  Gyros geben soll, hatte die Mini-Tochter eine suuuuper Idee.

„Darf ich Brötchen dazu backen?“

Also fix die Küchenmaschine angeschmissen, Zutaten zusammengemischt und die Tochter einfach mal machen lassen.

Kleine Brötchen

Ich kann jetzt nicht sagen, dass sie sich besonders viel Mühe bei der Einsparung von Grundzutaten, nämlich Mehl, gegeben hätte . Aber na ja… hab ich gleich noch Putzzeit vor mir. Das Mäuschen hatte Spaß – das ist die Hauptsache.

Währenddessen sie so am Kneten war, hatte ich Zeit zum Quatschen mit dem Göttergatten.

In der letzten Zeit lief hier vieles auf Sparflamme. Wenn MAMA die Batterien nicht zu 100 Prozent aufgeladen hat, dann läuft so einiges nicht so rund.

Ich arbeite mit unserem Hausarzt schon seit einiger Zeit daran, daß ich wieder „voll funktionstüchtig“ bin, aber wie es manchmal so ist. Ungeduld könnte mein zweiter Vorname sein.

„Einfach mal kleinere Brötchen backen, Schatz!“ (Mein Mann nun wieder!)

Wie recht er hat. Scheint das Motto des Tages zu sein!

Ist nur leichter gesagt als getan.

Die Brötchen sind übrigens sofort fertig. Also, einen schönen Sonntagabend und Guten Hunger an alle, die auch noch das Familienabendbrot vor sich haben.

Wenn ich größere Brötchen backen kann, dann gibt es hier wieder mehr zu lesen.

Eure Betty

 

 

 

durcheinander….

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Ob im Kleinen oder Großen – die Welt ist doch verrückt geworden.

Habt Ihr noch Lust auf die Debatten über FAKE-News, bekloppte Dekrete, Seehofer und Merkels On-Off-Politbeziehung?

Habt Ihr noch Lust auf Kindervergleich, Jugendwahn, Schlankheitstipps, After-Baby-Body -Fotos, Must Haves und diese Hochglanzdarstellung vom eigenen Zuhause?

ICH NICHT!

Wo kommen diese Vollidioten in der Politik alle gerade her?

Is‘ da ein Nest?

Wovor haben die eigentlich alle Angst?

Identitäsverlust?

So’n Quatsch.

Unsere Kinder haben Freunde mit familiärem Hintergrund aus:

Russland, der Türkei, Pakistan, Polen, Venezuela,Indien, England,Albanien, China….

Christen, Muslime, Altapostolisch, Atheisten, Baptisten……

Und wenn wir ein Familienfest haben sitzen wir friedlich zusammen, essen, trinken diskutieren…… friedliches Zusammensein hat doch nur etwas mit Respekt zu tun, oder etwa nicht? Niemand verliert dabei irgendetwas etwas, ganz im Gegenteil. Die eigene Identität wächst doch im Austausch.

Und im Kleinen:

Wann ist dieses Übermaß an Selbstdarstellung eigentlich populär geworden?

Mich nervt das total.

Keine Wohnung sieht immer tiptop aus, wenn Menschen in Ihr wohnen,oder?

Kein Kind ist immer perfekt,oder?

Kein After-Baby-Body sieht in Real-Life so waschbrettartig aus wie es uns die Hochglanzmagazine zeigen.´,oder?

Und natürlich kriegt eine geschieden Promi-Mutti mit zwei Kindern ihr Leben toll gewuppt – halt aufgepasst bei der Partnerwahl.

Meine großen Kids sagen :

Mom, komm runter, alle schieben Optik heute!

Nö, MOM kommt nicht runter!

Ich will morgens um acht nicht aussehen müssen, als ob ich schon zwei Stunden an meiner Optik gearbeitet habe. Meine kleinen haben auch mal ein Loch in der Socke oder geflickte Hosen und nur weil sie nicht ständig von einer Sport-,Mal- oder Musikgruppe zur nächsten gekarrt werden, sind wir nicht schlechtere Eltern.

Must-Do’s?

Nix muss ich – alles im Leben ist ein Kann-Angebot, sogar der Humor!

Über den Gartenzaun schauen halte ich im allgemeinen für gut, aber bitte vorher vor der eigenen Haustür kehren.

Das gilt, denke ich,  für die Weltentscheider  genauso wie für mich selber auch.

Das ist jetzt ein ganz schönes Gedankenwirrwarr, was ich da fabriziert habe….. 😉

Damit ab in’s Wochenende!

Der frische Apfelkuchen wartet und das Haus ist auch noch nicht geputzt –

Egal….. Hauptsache gesund und glücklich!

Eure Betty

 

 

 

 

Is‘ der eigentlich echt?

Wenn Kinder die Welt versuchen zu verstehen, kommen manchmal ziemlich lustige Dinge dabei heraus.

Nun ist ja am Freitag der neue amerikanische Präsident vereidigt worden und in unserem Haus gibt es natürlich auch Gespräche und Meinungen zu diesem Mann.

Da sitzen wir also einträchtig bei unserem Freitags-Salat und die Mini-Tochter lauscht dem Gespräch.

Das dieser Mensch mit seinen kruden Ansichten und Vorstellungen, Aussagen und verbalen Ausfällen in unserem liberalen Haushalt einen schweren Stand hat, muss ich nicht extra erwähnen oder?

Nach etlichem Hin und Her mischt sich die kleine Maus in das Gespräch.

„Is‘ der eigentlich echt?“

„Wen meinst Du denn?“

„Ja, der Mann von dem ihr redet,der Trump. Is‘ der echt?“

„Ja, leider Hase! Der is‘ echt!“

„Der sagt aber doch Sachen, die man nicht sagen darf, wenn man groß ist!“

„Das sagen und meinen wir auch, aber es gibt Menschen, die ihn gut finden.“

Ich finde, er sollte noch mal zur Schule gehen und Hausarrest braucht er auch dringend. Dann kann er nachdenken.“

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(Foto: ASEPERATESTATEOFMIND)

 

Ich finde, mit sechs Jahren hat die kleine Maus ganz schön viel verstanden.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und kuschelt Euch, wenn möglich, auch unter die Decke. Kuscheln hat noch nie geschadet.

Eure Betty

 

Rain , rain went away……

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Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns am Freitag die Daumen gedrückt haben. Tatsächlich hat der Regen das Sommerfest im KiGa unserer Minitochter nicht ins Wasser fallen lassen.

Piko, der kleine Indianer, der im letzten Kindergartenjahr die Mäuse im KiGa begleitet hat, war das Thema und das Team des Kindergartens hat wieder einmal einen tollen und spannenden Waldspaziergang mit allerlei Überraschungen und zaubrischen Begegnungen organisiert.

Wir hatten einen sehr kurzweiligen Nachmittag und konnten am Abend noch selbstgemachte Salate und Würstchen auf der Wiese des Kindergartens genießen.

Solch ein Einsatz für Kinder sollte belohnt werden und wir hoffen, daß in Zukunft die Arbeit der Erzieher in Deutschland viel mehr geschätzt und auch angemessener entlohnt wird. Und wer Raoul, den männlichen Part in Minitochters KiGa, als Schamanen verkleidet, gesehen hätte, würde sich wünschen, daß mehr junge Männer den Schritt in die Erzieherlaufbahn wagen würden.

Bilder werden in den nächsten Tagen folgen. 😉

Ich wünsche Euch einen schmusigen Sonntagabend.

Eure Betty

Eine Liebeserklärung an……

Wenn meine großen Kinder gefragt werden woher ihre Mutter kommt, da ja alle Verwandtenbesuche immer im „Ausland“, sprich in Niedersachsen und nicht in NRW stattfinden, dann antworten sie mit schöner Regelmäßigkeit:

„Aus einem Kaff im Nirgendwo, allerdings gibt es dort das beste Softeis der Welt!“

Da mich in letzter Zeit, vielleicht liegt es am Ü40- Alter, des öfteren kleine Heimwehattacken quälen, dachte ich, daß es vielleicht schön wäre, wenn ich mal der Welt kundtue wie schön ein Kaff im Nirgendwo sein kann.

Wenn ich gefragt werde, woher ich komme, dann sage ich meist:

„Den Ort kennt kein Mensch, dort gibt es mehr Kühe als Menschen!“

Wobei das auch nicht mehr stimmt……

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So sieht es dort aus. Eine Straße! Eine Straße in Norddeutschland! Für Euch vielleicht eine kleine, langweilige Straße ins Nichts. Für MICH – Zentrum meiner Kindheit und Jugend. Die meisten meiner Tanten, Onkel, Cousinen und Cousins wohnen an genau dieser Straße. Meine Großeltern wohnten in dem zu erahnendem rotem Haus rechts. Viele meiner Schulkameraden kommen aus dieser Bauernschaft, in der mein Vater 16 Jahre Präsident des Schützenvereins war und in dem meine Mutter geboren und leider auch tragisch durch einen Unfall gestorben ist.

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Ein altes Schulgebäude in Norddeutschland, lange nicht genutzt und jetzt KLJB Treff. Die Erinnerungen, die mir zu diesem Gebäude einfallen sind unzählig. Partys, Weihnachtsfeiern, erste Küsse, Fußballspiele, aber auch eine, durch Mengen von Gülle sabotierte Geburtstagsfeier.

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Eine Kirche in Norddeutschland, mächtig für den kleinen Ort und für mich ein Sehnsuchtsort, Ruhepol, Mitte meines Glaubens  und Ort unzähliger Abschiede, wie der von meiner Mutter und der von der Jugendliebe!

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Ein kleiner See in Norddeutschland. Für Menschen aus Brandenburg oder Bayern eher eine Pfütze, aber für mich mit unzählig vielen Kindheitserinnerungen bestückt, Enten füttern zum Beispiel, Sonntagsspaziergänge oder der erste Anblick eines Surfers (kaum zu glaube, dass das auf dem Flecken Wasser ging).

Mir würden noch so viele Orte einfallen, die so wunderbar zaubrisch in meiner Erinnerung verhaftet sind – und das wären ja nur die Orte, die Menschen wären ja noch nicht mal erwähnt.

Vielleicht erzähle ich Euch mal davon, von Bibo und seinem alten Opel, der sich mehr durch den Druck der Bass-Boxen fortbewegte, als durch die Motorleistung, von Tanzpartys, von Rum-Vanille-Pudding mit Schokoladenstreuseln und seiner Bedeutung, von einer Nacht im Maisfeld, von Sonntagen hinterm Fußballtor oder eine Nacht im Zelt und der Horde Kühe, die davor ziemlich furchteinflößend sein kann.

Was meint Ihr?

In diesem verträumten Sinne!

Eure Betty