Eine Mini-Tochter-Geschichte

Heute ist schon  der letzte Sommerferientag. Wo ist die Zeit nur hin?

Die Schultaschen sind wieder aufgefüllt und die beiden kleinen wurden seit Tagen darauf vorbereitet, dass es heute Abend wieder zeitiger ins Bett geht.

Pünktlich zum Ferienende kommt natürlich auch die Sonne mit aller Macht heraus.

Es ist sooooooo warm hier…. naja ….. was heißt warm…. es fühlt sich halt total heiß an, wenn man an durchschnittlich 19 Grad im Hochsommer gewöhnt ist.

Nix war’s mit Freibadwetter und großen Tagesausflügen – wurde alles, dem Wetter geschuldet, abgesagt oder verschoben.

Dafür haben wir jetzt im Keller eine fast fertige Zweitküche und die Waschküche glänzt auch mal  wieder auf Hochglanz.

Ein Highlight gab es dann nun doch zum Ende noch.

Letzten Freitag waren wir zu einer „Standlicht-Hochzeit“ eingeladen.

Ihr wisst nicht was das ist?

Dann fragt unsere Mini-Tochter.

Gemeint ist natürlich eine standesamtliche Hochzeit.

Schön war’s…. mit anschließendem Picknick im wunderschönen Tecklenburg.

tecklenburg

Manche Ecken unserer Heimat sind wirklich märchenwaldähnlich. Man sollte nur öfter hinschauen und genießen.

Jetzt wäre unsere Tochter nicht unsere Tochter, wenn ihr nicht noch etwas ganz besonderes eingefallen wäre.

Da steht dieses hübsche junge Paar aufgeregt vor der sehr netten Standesbeamtin, lauscht andächtig ihren wirklich fein gewählten Worten und stellt letztendlich die Frage aller Fragen:

Wollen Sie, Herr ….. diese hier anwesende Frau….. zur ihrer rechtmäßig angetrauten Frau nehmen, so antworten Sie mit Ja.

Und anstatt des JAs hörte man erst einmal ein:

„Sag bitte NEIIIIIN!“ von unserer Tochter.

Oh je….. Mini-Tochter-Mama wird knallrot und versucht sich nichts anmerken zu lassen.

Da der Rest des Publikums gottlob vor Rührung in Tränen aufgelöst war, hat diesen verbalen Einwurf nicht wirklich jemand mitbekommen – d.h. -bis auf den Bräutigam!

Er ließ sich aber nicht beirren und sagte überzeugt sein JA.

Was ein Glück!

(Er hätte sich sowieso nicht beeinflussen lassen, so verliebt wie die beiden sind)

Allerdings ließ sich unser Töchterlein nicht davon abbringen, dass heiraten blöd ist und man Patentanten sowieso nicht teilen sollte.

Die Patentante ist jetzt jedenfalls eine glückliche Ehefrau und wir sind überzeugt, dass sie den Job als Patentante prima und zu 100% weiter erledigen wird.

Bei der kirchlichen Hochzeit im September ist die Mini-Tochter übrigens Blumenkind.

Wir sind gespannt, was sie sich dann einfallen lässt. Kann ja nur besser werden.

Euch wünsche ich einen schönen Start in die Schulsaison 17/18 bzw. eine schöne Restwoche.

Bleibt gesund

Eure Betty

 

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Nach der Feier ist vor der Feier….

it's my party

 

Kaum sind die Weihnachtsfeiertage vorbei und die Massen von Geschenkpapier, Kartons etc. sind in den Mülltonnen der gesamten Nachbarschaft verteilt und das Haus sieht wieder ansatzweise normal und nicht wie ein Spielzeugparadies aus, da geht’s schon los mit der nächsten Feier-Welle.

Ich habe keine Ahnung, was unsere Eltern sich dabei gedacht haben, den Geburtstag meines Bruders und meinen eigenen genau in die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr zu packen.

Mein Bruder hat seinen Ehrentag schon hinter sich und war so schlau arbeiten zu gehen. Damit ist er dem ganzen Trubel aus dem Weg gegangen. Kluges Kerlchen!

Ich bin leider als Silvesterscherz auf die Welt gekommen und komme selten aus der Nummer raus meinen Geburtstag gebührend feiern zu lassen.

Ab halb zehn in der früh ist morgen durchgängig Besuch in diesem Haus. Nicht, dass ich Besuch nicht mag – ganz im Gegenteil! Ich liebe Besuch! Aufmerksamkeiten! Geschenke! Geburtstagsständchen!

Nur diese Vorbereitungen sind so, so, so……

Putzen! Backen! Aufräumen! Ach neeeee! Hab ich doch schon alles letzte Woche gemacht. Aber wenn die Gäste nicht am Boden festkleben sollen, werd‘ ich wohl den Schrubber schwingen müssen. Brot backen noch auf die schnelle. Weil, da ist die Verwandtschaft von mir selbst verwöhnt worden in den letzten Jahren. Selber schuld.

Was ich mich nur frage? Warum kommt eigentlich keiner der Bande auf die Idee all das für mich zu machen – Geburtstagsvorbereitungen meine ich!

Das mach ICH doch für alle anderen auch!

Gut, der Göttergatte ist mit der Minitochter einkaufen gefahren. Das hat er „aus seiner großen Güte heraus getan.“, wie Michel aus Lönneberga sagen würde. Ganz selbstlos. Ja, klar! Ist ja nicht so, dass der Einkaufswagen gleich auch mit allerhand Feuerwerk gefüllt werden würde. Männer!

Was soll’s?! Nützt ja nix! Das eine will man, das andere muss man!

Hauptsache es ist morgen trüb und regnet. Dann sieht man zumindest die dreckigen Fenster nicht so genau!

Wisst Ihr was?

Das ist doch meine Party, oder?

Also lass ich mir jetzt ne heiße Wanne ein, nehm mein Weihnachtsgeschenk ( Biografie von Astrid Lindgren) und eine Tasse Tee und lass das Chaos Chaos sein.

Wer sich beschwert, kann ja gehen!

Und mit genügend Geburtstagssekt sieht die Welt eh rosig aus.

Ich wünsch Euch einen schönen Tag und bin dann jetzt mal relaxen.

Immerhin werde ich morgen 29++++++++++++++++++++++++!

Da muss Frau auch mal an sich denken.

Gell Mädels?!

In diesem Sinne!

Eure Betty