Haste Abi – biste König!

Haste Abi – biste König!

Krone

Das war ein Teil des Abi-Mottos der Abiturientia zu der auch unsere große Tochter gehörte.

Über 160 kleine Könige und Königinnen starten jetzt in die Zukunft und ihnen stehen so viele Türen offen, dass es manchem schwer fällt die für ihn richtige Tür zu öffnen.

Nun haben wir die ganze Feierei hinter uns gebracht. Kleider kaufen, Schmuck kaufen, Make-up, Friseur, Schuhe……. und alles doppelt, da hier an zwei Tagen das Abitur gefeiert wird.

Das hat sie sich auch verdient. Immerhin – Abitur bestanden!

Da saßen wir Eltern im Auditorium und schauten den Kindern dabei zu, wie sie ihr „Reifezeugnis“ entgegennehmen konnten.

Reifezeugnis! ???????

Sind die Mäuse nicht erst letzte Woche mit ihrer Schultüte losgesaust?

Was ist aus den I-Männchen mit Zahnlücke geworden?

Erwachsene?

Auch noch nicht wirklich, oder?

Gestern noch Zöpfchen und heute Hochsteckfrisur,  gestern noch Latzhose oder Röckchen und heute Abendkleid und HighHeels.

Nicht zu fassen – für mich jedenfalls nicht!

Und doch ist man stolz wie Bolle.

Die Tochter hat es geschafft und irgendwie wir Eltern ja auch.

Wir haben es überlebt; Diskussionen, Hausaufgabenkontrollen, Vokabelübungen, Referatvorbereitungen, Korrekturlesen etc. ….. alles gepaart mit der Pubertät – überstanden!

Besser als das Abi-Motto fand ich persönlich das Motto des Gottesdienstes.

Abschied und Aufbruch

Das trifft es doch mehr.

All die Tränen, die vergossen wurden an diesen zwei Tagen, weil allen bewusst wurde, dass da etwas zu Ende gegangen ist und so nicht wiederkommt.

Die gewohnten Gesichter gehen in alle Welt hinaus und versuchen ihren eigenen Weg zu finden. Und bei aller Beteuerung sich nicht aus den Augen zu verlieren wissen sie ja doch insgeheim, dass das nicht immer und mit jedem geht.

Erwachsen werden hat halt oft mit Abschied und dem Aufbruch zu neuen Ufern zu tun.

So gesehen haben doch noch viele Zahnlücken und Zöpfchen und müssen in diesen Fächern ihr „Reifezeugnis“ noch ablegen.

In diesem Sinne

Eure (stolze) Betty

 

Is‘ der eigentlich echt?

Wenn Kinder die Welt versuchen zu verstehen, kommen manchmal ziemlich lustige Dinge dabei heraus.

Nun ist ja am Freitag der neue amerikanische Präsident vereidigt worden und in unserem Haus gibt es natürlich auch Gespräche und Meinungen zu diesem Mann.

Da sitzen wir also einträchtig bei unserem Freitags-Salat und die Mini-Tochter lauscht dem Gespräch.

Das dieser Mensch mit seinen kruden Ansichten und Vorstellungen, Aussagen und verbalen Ausfällen in unserem liberalen Haushalt einen schweren Stand hat, muss ich nicht extra erwähnen oder?

Nach etlichem Hin und Her mischt sich die kleine Maus in das Gespräch.

„Is‘ der eigentlich echt?“

„Wen meinst Du denn?“

„Ja, der Mann von dem ihr redet,der Trump. Is‘ der echt?“

„Ja, leider Hase! Der is‘ echt!“

„Der sagt aber doch Sachen, die man nicht sagen darf, wenn man groß ist!“

„Das sagen und meinen wir auch, aber es gibt Menschen, die ihn gut finden.“

Ich finde, er sollte noch mal zur Schule gehen und Hausarrest braucht er auch dringend. Dann kann er nachdenken.“

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(Foto: ASEPERATESTATEOFMIND)

 

Ich finde, mit sechs Jahren hat die kleine Maus ganz schön viel verstanden.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag und kuschelt Euch, wenn möglich, auch unter die Decke. Kuscheln hat noch nie geschadet.

Eure Betty

 

Home sweet home…..

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Es gibt Zeiten, da freut man sich über sein kuscheliges Zuhause.

Draußen ist es kalt und glatt und die geplante Kleiderschrankentrümplung fällt wegen unzähligen Terminen aus….

Einschulungsuntersuchung  morgens um acht und dann wundern sich die zuständigen Entscheider, dass so ein kleines Mäuschen noch etwas langsamer reagiert. Eine Stunde lang Gesichter sortieren, Züge zuordnen, zeichnen, hüpfen, an- und ausziehen…..

Zur Schule muss sie doch sowieso….. Der Kopf ist ja schließlich an der dafür vorgesehenen Stelle. Was ärgert mich dieser Quatsch jedes Mal wieder. Gut, dass es dieses Mal das letzte Mal war….

In den nächsten Tagen Hospitation an der Freien Schule. Darauf freue ich mich allerdings sehr. Drei Tage Probeunterricht für den kleinen Sohn und Mama und Papa dürfen mitmachen….

Wir haben uns bei Nr. 4 entschieden einen anderen Weg zu gehen. Keine Noten, kein Frontalunterricht, kein Druck, keine überfüllten Klassen….

Davon berichte ich Euch aber später einmal.

Das große Dornröschen sucht nach einem Schulplatz, um Erzieher zu werden. Da sagen immer alle, männliche Erzieher werden gebraucht, aber an den Schulen angenommen werden fast ausschließlich Mädchen. Immer nur Warteliste für den 2m-Kerl, der mit den braunen Augen und den Locken zwar aussieht wie ein Teddy, aber anscheinend nicht dafür gehalten wird.

Manchmal ärgert mich unser System zutiefst. Kompetenzen werden zu selten abgefragt und Äußerlichkeiten sind zu oft mit ausschlaggebend.

Der große Sohn hat sich in der Tischlerei den Finger angesägt und kann so nicht arbeiten und seine Gesellenstückzeichnung ist mit einer Hand auch nur suboptimal zu erledigen.

Die große Tochter hat sich emotional umorientiert – soll heißen – neuer Freund! Wir sind alle schockverliebt in ihn. Nur ein kleines Problem. Er hat den selben Vornamen wie der kleine Sohn. Verwirrung vorprogrammiert.

Wie Ihr seht…. wieder viel los hier in der Casa fantastico!

Deshalb gibt’s jetzt ne Tasse Tee auf meinem Küchensofa.

Euch wünsche ich einen kuscheligen Tag.

Lasst Euch nicht stressen.

Eure Betty